
Einblicke in unsere Beratungsfelder
HPPs Wurzeln liegen im Automobilumfeld und gehen auf das Geschäftsfeld „Marketing Consulting“ der debis Marketing Services GmbH zurück, einer Tochtergesellschaft der Daimler-Benz InterServices AG. Nach dem Management-Buy-out im Jahr 1996 wurde das Geschäftsfeld vollständig übernommen und als „HPP Strategie- und Marketingberatung GmbH“ weitergeführt. Mit der unternehmerischen Eigenständigkeit wurde der starke Bezug zum Automobilkontext nicht nur bewahrt, sondern zur Grundlage gemacht, auf der HPP mittlerweile 30 Jahre Beratungserfahrung aufbauen konnte. Darauf basierend hat HPP sein Portfolio schrittweise auf angrenzende Mobilitätsfelder ausgeweitet. Seit 2020 baut HPP den Schwerpunkt ÖPNV und Mobility gezielt aus und vertieft ihn mit eigenen Studien sowie Projekten bei Verkehrsunternehmen und Verbünden.
Marktbeobachtung als Grundlage fundierter Beratung – das HPP-Mobilitätsanbieter-Ranking
Seit fünf Jahren analysiert HPP im Rahmen des Mobilitätsanbieter-Rankings die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote im DACH-Raum und bewertet relevante Anbieter wie E-Scooter-, Bike- und Carsharing sowie Ride-Pooling aus Markt-, Kunden- und Wettbewerbsperspektive. Das daraus abgeleitete Anbieterranking basiert auf Nutzungs- und Kundendaten sowie zentralen Marktkennzahlen und liefert über ein Scoring-Modell eine belastbare Vergleichsbasis über die Zeit. Genau diese Langzeitperspektive zeigt die Dynamik des Marktes deutlich. Aus einer anfangs stark fragmentierten Anbieterlandschaft ist in den vergangenen Jahren durch Rückzüge aus margenschwachen Segmenten eine deutliche Konsolidierung entstanden, während die Nachfrage nach Shared–Mobility weiter gestiegen ist. Ein weiteres zentrales Ergebnis ist die zunehmende Kooperation von Verkehrsunternehmen mit Shared-Mobility-Anbietern. Immer häufiger werden unterschiedliche Angebote auf gemeinsamen Plattformen gebündelt, wodurch für Kund:innen ein integriertes und attraktiveres Mobilitätsangebot entsteht.
HPP als Partner für Mobilität und ÖPNV
Durch die kontinuierliche Beobachtung des Marktes verfügt HPP über ein tiefes Verständnis der relevanten Akteure, ihrer Geschäftsmodelle sowie der sich wandelnden Kunden- und Marktanforderungen.
HPP begleitet Akteure im Mobilitätsumfeld als langfristiger Partner auf Augenhöhe. In Projekten unterstützt HPP seine Kunden entlang der gesamten Wertschöpfung von der strategischen Ausrichtung über die Konzeption bis zur Umsetzung. HPPs Ziel ist es, gemeinsam mit Kunden tragfähige Lösungen zu entwickeln, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern im operativen Alltag wirksam werden. Dabei verfolgen HPPs Berater:innen bewusst einen partizipativen Ansatz und entwickeln Lösungen gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern.
Von der Analyse individueller Herausforderungen über passgenaue Strategien bis hin zur konkreten Umsetzung unterstützt HPP Verkehrsbetriebe und Verkehrsverbünde bei ihrer künftigen Ausrichtung. Inhaltlich umfasst HPPs Spektrum lokale Markt- und Kundenanalysen, und die Entwicklung von Verbund-, Unternehmens- und Bereichsstrategien. Darüber hinaus gestalten HPPs Berater:innen Kooperations- und Partnerstrategien und begleiten Kunden bei Prozessentwicklungen und -optimierungen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Weiterentwicklung von Tarifen und Vertriebsmodellen sowie der Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten in komplexen Strukturen. Gerade in Zeiten hoher Dynamik steht HPP seinen Kunden zur Seite, um Prioritäten zu setzen und handlungsfähig zu bleiben.
Aktuelle Trends im Mobilitätsmarkt
Der Mobilitätsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der im ÖPNV besonders sichtbar wird. Steigende Erwartungen der Kund:innen treffen auf strukturelle Defizite wie marode Infrastruktur, Personalmangel und eine hohe Störanfälligkeit. Verkehrsunternehmen und -verbünde stehen damit vor dem Spagat, ein attraktives Angebot zu sichern und weiterzuentwickeln und zugleich Effizienz- und Finanzierungsfragen unter politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen zu lösen.
Neben diesen strukturellen Herausforderungen wird der Mobilitätsmarkt aktuell vor allem von zwei technologischen Trends geprägt. Zum einen gewinnt das autonome Fahren an Relevanz. In Pilotprojekten, insbesondere im Kontext von Ride-Pooling-Anwendungen, werden bereits teilautomatisierte Lösungen erprobt, die perspektivisch einen grundlegenden Wandel für die Mobilität im ländlichen Raum bedeuten könnten. Gerade in strukturschwächeren Regionen eröffnet autonome Technologie die Chance, Mobilitätsangebote auch dort verlässlich bereitzustellen, wo klassische Bedienformen an Grenzen stoßen. Zum anderen schreitet die Digitalisierung entlang der gesamten Customer Journey konsequent voran. Mobilitätsapps entwickeln sich zur zentralen Schnittstelle zwischen Anbietern und Fahrgästen, und nahezu jeder größere Verkehrsbetrieb investiert in den Ausbau seiner Plattformen. Zunehmend werden dabei auch Shared-Mobility-Angebote integriert, sodass Kund:innen über eine Anwendung auf ein breiteres Portfolio an Mobilitätsleistungen zugreifen können. Ergänzt wird dieser Trend durch neue Funktionen wie Bonusprogramme oder Gamification Elemente, die die Nutzung attraktiver machen und die digitale Plattform stärker im Alltag verankern. In Summe lassen sich aus diesen Entwicklungen zentrale Handlungsfelder ableiten, die strategische Weichenstellungen ebenso erfordern wie Veränderungen in Prozessen, Betrieb und Customer Experience.
Einblicke in die Praxis: Entwicklung der Verbundstrategie beim Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV)
Wie HPPs Beratungsansatz in der Praxis wirkt, zeigt die Entwicklung der Verbundstrategie beim Mitteldeutschen Verkehrsverbund. Im Kern ging es darum, ein strategisches Zielbild für den MDV bis 2030 zu erarbeiten. Auslöser war unter anderem die Einführung des Deutschlandtickets, die für Verkehrsverbünde eine neue Situation geschaffen hat und grundlegende Fragen nach der künftigen Rolle des Verbunds aufwarf.
Zwei Faktoren prägten den Prozess besonders. Die Unsicherheit rund um Laufzeit und Kompensation des Deutschlandtickets wurde durch eine resilient angelegte, szenariobasierte Strategie adressiert. Gleichzeitig verlangte der MDV als Mischverbund über drei Bundesländer ein Vorgehen, das die Heterogenität der Stakeholder abbildet und unterschiedliche Interessen zwischen urbanen Zentren und strukturschwächeren Landkreisen in tragfähige Kompromisse überführt. Genau hier lag ein Schwerpunkt der Arbeit. Es wurde ein partizipativer Prozess gestaltet, in dem neben Führungskräften auch Mitarbeitende aus der operativen Ebene eingebunden waren. Gemeinsam mit Vertretern aller Interessengruppen wurden Zwischenergebnisse in mehreren Workshops iterativ erarbeitet und geschärft. Bewährt hat sich dabei insbesondere ein dialogorientiertes Vorgehen nach dem Prinzip eines World-Cafés: Inhalte wurden nicht „von außen“ präsentiert, sondern gemeinsam diskutiert, ergänzt und bei Bedarf angepasst. Indem die Verantwortlichen aus dem Verbund die Ergebnisse selbst in ihre Stakeholderkreise trugen, wurde frühzeitig Akzeptanz und Commitment geschaffen. Aus Kundensicht bestätigt Steffen Palm (Leitung Marketingkommunikation, 2023) den Nutzen dieses Ansatzes:
„In der Zusammenarbeit hat mich das profunde Marketing-Know-How der Berater, vor allem aber der gekonnte Transfer auf die Bedarfe des Fahrgast-Marketings des ÖPNV überzeugt. Innovativ war auch die Erweiterung des Marketing-Ansatzes auf die einzelnen Facetten des Stakeholder-Marketings, was durch die Unterstützung von HPP sowohl methodisch als auch inhaltlich hervorragend gelungen ist.“
Insgesamt ist durch diesen Ansatz eine Strategie entstanden, die unterschiedliche Interessen im Verbund abbildet und dennoch klare Orientierung gibt. Darüber hinaus hat der Prozess selbst Wirkung entfaltet: Im Austausch wurden Synergiepotenziale sichtbar, und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren wurde spürbar gestärkt, weil gemeinsame Themen und Prioritäten transparent herausgearbeitet wurden.
Ansprechpartner
Max Köppl
Herr Köppl ist Partner bei HPP und betreut mit seiner gesammelten Beratererfahrung vorwiegend die Automobilindustrie. Hier hat er sich neben anderen Themen in multiplen Projekten mit dem physischen Retail, Kundenzufriedenheit und den anfallenden Kosten im Retail beschäftigt.
Herr Köppl hat an der Hochschule Hof und der Universität Regensburg studiert. Auch in seiner Freizeit ist er großer Automobilenthusiast und Fußballfan.
